10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon Wirbelwind » Do 11. Mär 2010, 14:43

Ganz toll! *hurra*

Darf ich fragen was dort genau gelehrt wurde? Auch bezüglich liegend trasportieren usw.

Meine Freundin wurde nämlich nach Blasensprung liegend im Krankenwagen transportiert. Der Kopf war noch nicht ins Becken gerutscht (das wußte aber weder sie, noch die Sanis oder Notarzt). Die Hebamme im KH hat das festgestellt, und sie durfte auch dort nicht aufstehen - was die Geburt sehr verzögerte.

Wie groß ist jetzt wirklich die Chance auf einen Nabelschnurvorfall (manuelle Blasenöffnung jetzt ausgenommen)?

Lg
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon Semmelweise » Do 11. Mär 2010, 15:18

die lehrmeinung in ö bezüglich transport nach blasensprung legt einen liegenden transport fest, woran auch die hebamme gestern nicht rütteln konnte. daran wird sich vermutlich auch nichts ändern, es werden allerdings erklärungen eingefügt, in welchem zusammenhang ein nabelschnurfall auftreten kann, damit die sanis sich nicht unnötig vor jeder schwangeren fürchten.

die wahrscheinlichkeit für einen nabelschnurvorfall liegt bei 0.3 bis 0.6%, also jede 3. bis 6. geburt in 1000 ist davon betroffen. unterm strich kommt er bei einer frau, die das erste oder zweite kind erwartet, so gut wie nie vor.
risikofaktoren sind: blasensprung vor der 36. woche, beckenendlage, ab der dritten schwangerschaft, eine vorzeitige blasensprengung.
das oben genannte risiko errechnet sich aus der gesamtheit der geburten, also inkl. vorkommender blasensprengungen und multipara. wie selten das ganze wirklich bei reifem kind in schädellage bei erst- und zweitgebärender ist, weiß ich nicht, da habe ich noch nie isolierte zahlen gefunden. es dürfte aber sehr sehr selten sein.

wird bei einer frau im kh festgestellt, dass der kopf noch hoch im becken steht, sollte sie aber auch nicht allzulange liegen, weil das die geburt verlängert und das risiko einer fehleinstellung erhöht. die frau soll schon sitzen dürfen, aber erst auf- und abrennen, wenn der kopf tiefer getreten ist. weil dieses vorgehen aber rundum-überwachung verlangt und die meisten kh nicht genug personal haben und die hebamme mal weg muss, werden die frauen einfach hingelegt.

lg,
kathrin
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon uvd » Do 11. Mär 2010, 15:49

muß mich grad schon wieder aufregen. in der letzten hebammenzeitschrift war ein artikel über genau so einen fall.
geplante hausgeburt, kopf noch nicht fest im becken. hebamme öffnet die fruchtblase. es kommt zu einem handvorfall. notfallverlegung gestaltet sich schwierig, weil 4. stock und enges treppenhaus. durch den transport kommt es zusätzlich noch zu einem nabelschnurvorfall. KS in der klinik, kind bereits tot.
fazit des berichts: hausgeburten sind gefährlich :twisted:
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon oxxl » Do 11. Mär 2010, 17:34

stimmt in dem fall... aber nur wenn man vieles falsch macht... dann ist doch jede geburt gefährlich, oder?
lg
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon uvd » Do 11. Mär 2010, 21:30

mein fazit wäre gewesen: unnötige interventionen sind gefährlich, egal an welchem geburtsort

das ist wie beim zauberlehrling - die geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon LuxusPrivatgeburt » Do 11. Mär 2010, 22:48

es ist doch so: wenn ich einen kuchen bei 250 grad im ofen wie blöd durchbacke, weil ich nicht warten will, wie er bei 180 grad langsam aufgeht, - dann bin ich ein pfuscher.
daher die frage: diese köche, die den kuchen verkohlen, weil sie nicht warten wollen und weil sie ihr handwerk nicht beherrschen - wer setzt die ab? *kassierschnitt*
*storch* Wie geht eine Hausgeburt?
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon oxxl » Do 11. Mär 2010, 23:45

die leute, die den kuchen nachher essen sollen/müssen?
lg
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon Wirbelwind » Fr 12. Mär 2010, 19:35

@ Semmelweise: Danke für die Infos. Bei meiner Freundin war es nämlich so, daß die Blase zu voll war und daher das Kind nicht ins Becken rutschen konnte. Nur, daß man erst nach Stunden draufkam. Sie mußte auch liegend das Dauer-CTG ertragen, obwohl es für sie am schmerzhaftesten war. Nach dem legen des Katheders rutschte der Kopf runter, doch bei der Geburt selber gab es doch ein kleines Problem. Die Schultern kamen gleichzeitig, und die Hebamme korrigierte (was auch immer), daß anschließend auch eine Verletzung der kindlichen Schulter vermutet wurde (was sich zum Glück aber nicht bestätigte).

Jetzt noch eine Frage: Warum erinnert einem die Hebamme nicht aufs Klo zu gehen? Ich hab während den Wehen auch nicht gespürt daß die Blase voll ist und mich daher auch 3x bei den Wehen angepinkelt (ich dachte immer, daß jetzt die Fruchtblase geplatzt sei :oops: ).
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Re: 10. März 2010 - RS-Fortbildung über Außerklin. Geburt

Neuer Beitragvon LuxusPrivatgeburt » Fr 12. Mär 2010, 23:05

meine hebamme hat, wenn sie was gesagt hat, meistens gesagt "caro, geh mal wieder aufs klo"

das ist ein ultimativer trick, nicht vergessen!
am klo kann man auch prima loslassen.
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